Das Kettensägenmassaker und wie Sie es verhindern können

1. Sie können Ihr Geld aus dem Papiergeldsystem herausnehmen und in ethisch wertvolle Edelholzaufforstungen investieren, natürlich FSC-zertifiziert. Ich kann Ihnen dazu einen heißen Tip geben.

Eine höhere Rendite als bei allen als ach so “mündelsicher” gepriesenen Geldwerten, wie z.B. die kollabierenden Staatsanleihen, ist Ihnen de facto sicher. Erzielt nicht über Kinderarbeit in den so genannten “Emerging Markets”, sondern über gut bezahlte, sichere Arbeit von gut ausgebildeten Forstleuten.

Na, wäre das nicht etwas für Ihre Brieftasche oder das Gewissen?

 

2. Sie können – das ist meine Bitte an Sie – auch mithelfen, das kurz bevorstehenden Kettensägenmassaker im Amazonasgebiet noch zu verhindern.

Hierzu der Text von AVVAZ:

Liebe Freundinnen und Freunde,

Der brasilianische Kongress hat soeben ein Gesetz verabschiedet, das Holzarbeitern und Grundbesitzern erlaubt, riesige Teile des Amazonas-Regenwaldes abzuholzen. Nur Brasiliens Präsidentin Dilma kann es durch ein Veto aufhalten. Der innenpolitische Druck wächst, doch eine riesige weltweite Welle der Empörung kann ihr zeigen, dass ihr internationaler Ruf auf dem Spiel steht. Bringen wir sie dazu, das Kettensägenmassaker im Amazonas zu stoppen — unterzeichnen Sie die dringende Petition und erzählen Sie Freunden und Bekannten davon:

Der brasilianische Kongress hat soeben ein katastrophales Waldgesetz verabschiedet, das Abholzern und Großbauern freie Hand lässt, riesige Teile des Amazonas-Regenwaldes zu fällen. Jetzt kann nur noch Präsidentin Dilma es aufhalten.

Glücklicherweise ist das Timing zu unseren Gunsten — in nur wenigen Wochen ist Dilma Gastgeberin des größten Umweltgipfels der Welt und Insider sagen, sie kann es sich nicht leisten, ihn als diejenige, die die Zerstörung des Regenwaldes ermöglichte, zu eröffnen. Sie steht unter großem Druck; 79% der Brasilianer sind gegen das neue Gesetz. Wenn wir uns ihnen jetzt anschließen können wir den Druck auch global erhöhen und Dilma dazu bringen, das Gesetz zu beseitigen, anstatt den Regenwald zu opfern.

Dilma könnte ihe Entscheidung jeden Moment treffen. Bringen wir sie dazu, jetzt ihr Veto gegen das Gesetz einzulegen. Klicken Sie unten, um die dringende Petition gegen das Amazonas-Kettensägenmassaker zu unterzeichnen. Sollten Sie bereits unterzeichnet haben erzählen Sie bitte anderen davon:

http://www.avaaz.org/de/veto_dilma_global/?vl

Der Amazonas ist unerlässlich für das Leben auf der Erde — 20% unseres Sauerstoffs stammt von diesem gewaltigen Regenwald und er spielt eine wichtige Rolle gegen den weltweiten Klimawandel. Im vergangenen Jahrzehnt hat Brasilien Abholzung weitreichend reduziert und zwischen 2004 und 2011 einen Rückgang des Kahlschlags von 78% erreicht. Der Grund? Ein Waldgesetz, das weltweit gelobt wird, starke Durchsetzungsmechanismen und Satellitenüberwachung.

Doch dieses gefährliche neue Gesetz würde ein Gebiet der Größe Frankreichs und Großbritanniens zusammen zur Abholzung freigeben und belohnt Abholzer mit einer Amnestie für Kahlschlag-Verbrechen der Vergangenheit. Dies würde nicht nur in Brasilien zu weitreichender Waldzerstörung führen, sondern auch einen schlechten Präzedensfall für andere Länder schaffen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir den Regenwald jetzt schützen.

Brasilien ist ein Schwellenland, das sich mit rasender Geschwindigkeit entwickelt und versucht, Millionen Menschen von Armut zu befreien. Trotz überzeugender Beweise, dass Wachstum nicht mit Entwaldung einhergehen muss, übt die mächtige Agrarlobby, die Dilma zum Wahlsieg verhalf, Druck aus, um zu erreichen, dass der Regenwald ihrem Profit zum Opfer fällt. Und es ist ein schmutziger Kampf — Aktivisten werden ermordet, eingeschüchtert und zum Schweigen gebracht. Doch Ex-Umweltminister und Bürger aus ganz Brasilien haben Dilma bereits klar zu verstehen gegeben, dass sie von ihr die Rettung des Amazonas erwarten. Nun liegt es an uns, ihnen den Rücken zu stärken und Präsidentin Dilma aufzufordern, Stärke zu zeigen.

Das Schicksal der Regenwälder Brasiliens hängt am seidenen Faden. Doch Präsidentin Dilma ist empfänglich für öffentlichen Druck und globales Bürgerengagement kann einen Erfolg für unseren Planeten erreichen! Unterzeichnen Sie die dringende Petition unten und erzählen Sie Freunden und Bekannten davon — die Petition wird von Brasiliens ehemaligen Umweltministern direkt an Dilma überreicht:

http://www.avaaz.org/de/veto_dilma_global/?vl

In den vergangenen drei Jahren haben wir allen Widrigkeiten zum Trotz einen Erfolg nach dem anderen erzielt. Gemeinsam können wir die Zerstörung des Amazonas aufhalten, bevor es zu spät ist, unseren Planeten schützen und Dilma zu einer führenden Umweltschützerin machen.

Voller Hoffnung und Entschlossenheit,

Luis, Pedro, Maria Paz, Alice, Ricken, Carol, Lisa, Rewan und das ganze Avaaz-Team

Weitere Informationen:

Präsidentin Brasiliens zum Veto gegen Waldgesetz aufgefordert (NZZ)
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/neues-brasilianisches-waldgesetz-als-schlag-gegen-naturschutz_1.16638767.html

Brasilien: Der legale Kahlschlag am Amazonas (Die Presse)
http://diepresse.com/text/home/panorama/welt/752903

Der Sieg der Kettensäge (Die Zeit)
http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2012/04/27/der-sieg-der-kettensage/

Amazon deforestation record low (BBC, auf Englisch)
http://news.bbc.co.uk/2/hi/8358094.stm

  • Und siehe da, die Kampagne von AVAAZ zu Syrien ist da! Mit toten Kindern wird die internationale Gemeinschaft in den Krieg gelockt. Es waren – wie in Libyen wohl wieder falsche Bilder dabei, und wie damals im Irak bei den Brutkastenkindern werden wieder Kinder benutzt. Woanders interessiert das niemanden.

    Informationen zu solchen Themen (u.a. auch zum Iran) finden sich auf dieser Seite:

    http://juergenelsaesser.wordpress.com/2012/05/30/das-hula-massaker-und-andere-kriegsausloser/

  • Danke für den Hinweis, Peter. Mir sind diese Fakten zum Teil bekannt gewesen. Ich verweise deshalb auch oft bei meiner Unterstützung von AVAAZ und anderen solcher Kampagnen-Organisationen darauf, daß ich nicht alles unterstütze, sondern nur konkret auf das einzelne Projekt.
    Spenden gab und gibt es für AVAAZ von mir prinzipiell nicht.

    Hier in diesem Falle halte ich die Aktion für richtig (ich beschäftige mich ja etwas mit dem Thema Edelholz) und unterstützenswert. Obwohl zu vermuten steht, daß ggs. auch noch andere Zielstellungen verfolgt werden.

    Die Abgrenzung vorzunehmen zwischen unterstützenswerten und nicht unterstützenswerten Kampagnen (wie z.B. die gegen Syrien!) ist manchmal schwer und für die meisten Menschen mangels Zeit und anderer Faktoren nicht machbar.

    Bei AVAAZ ist es offensichtlich, daß neben solchen Aktionen (die vielleicht auch nur weltweit Vertrauen in diese Organisation aufbauen sollen) auch geopolitische Speerspitze für das internationale Finanzkapital oder Teile davon gespielt wird.

    Wenn ich mich ganz weit zum Fenster herauslehnen will, kann ich sagen, daß alles, aber auch alles, was große Aufmerksamkeit über welches Medium auch immer erhält, inklusive Internet, problembehaftet ist. Viele “progressive” Bewegungen wurden von der Rockefeller-Foundation gefördert. Z.B. geht die Feministinnen-Bewegung darauf zurück. Viele Parteien sind kaum gegründet bereits infiltriert, Das große Geld kann sich überall einkaufen.

    Nach dem Motto: “Wenn man die Opposition kontrollieren will, muß man sie selbst gründen.”

    Ich halte mich deshalb weitestgehend an den Ausblick des von Dir erwähnten Artikels. Oder versuche es zumindest:

    Ausblick

    Die ausführliche Avaaz-Analyse kann als Maßstab dienen, auch andere Kampagnenorganisationen kritisch zu hinterfragen. Keineswegs soll aber der Eindruck vermittelt werden, Internetkampagnen seien an sich schlecht. Es gilt der Grundsatz: Je mehr Transparenz eine Organisation zulässt und je näher Idealisten ganz praktisch gesehen, Vereinen, Initiativen und Organisationen etc. sind, desto eher können sie Einblicke über Motive und Beweggründe gewinnen und den Einsatz ihrer Spenden kontrollieren. Aus der Sicht der Autorin ist es daher sinnvoller z. B. zur Rettung von Bienen einem Imkerverein vor Ort Hilfe anzubieten (praktisch oder finanziell), als großen, internationalen Organisationen zu vertrauen, ohne dass man die themengebundenen Spendenströme und die Kampagnenergebnisse wirklich nachvollziehen kann.

    Grundsätzlich sollte man Kampagnenorganisationen misstrauen, die stark zentralisiert sind, einen „Präsidenten“ und ein „Hauptquartier“ haben und Themen stark vermischen (z. B. ökologische und humanitäre Anlegen mit letztendlich militärischen wie bei Avaaz aufgezeigt).

    Und: Idealismus ist etwas sehr Schönes und für diese Welt Notwendiges, umso mehr müssen wir darauf achten, ihn wachsam und überlegt einzusetzen.

    Zitatende

    Also bleiben wir wachsam! Insbesondere nach der morgen anlaufenden Bilderberg-Konferenz in Virginia (nur ein Kaffeekränzchen von ca. 120 honorigen Persönlichkeiten der Weltelite) wird es neue Entscheidungen geben, die wir noch dieses Jahr zu spüren bekommen werden.

  • Peter sagt:

    Hier etwas über AVAAZ, eine Internet-Kampagnienorganisation, die für das Gute, Wahre und Demokratie eintritt:

    http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/880-avaazorg-und-der-geheime-informationskrieg-um-syrien.html

    Ich weiß, der Artikel ist sehr lang, aber es lohnt, ihn zu lesen.
    Für die, die nicht soviel lesen wollen, eine kurze Textkopie (Originalzitat) aus dem oben angesprochenen Artikel:

    “Avaaz wurde im Januar 2007 in New York gegründet und startete mit einem Kapital von einer Million US-Dollar. Im Januar 2011 konnte die Organisation sich zum ersten Mal in allen Bereichen (Angestelltengehälter, Büromieten, Kosten für die Kampagnen) durch Spenden ihrer Mitglieder finanzieren, so die „Times“. Begründer sind eine Reihe von Nicht-Regierungsorganisationen (NROs), verschiedene US-Stiftungen sorgten für die Anschubfinanzierung. Nachfolgend eine Liste der involvierten Organisationen: ResPublica, eine US-NRO, die Berufsaktivisten trainiert, die sich für „Good Governance“ und das Gute schlechthin einsetzt. Res Publica startete 2001/2002 als Pilotprojekt in Sierra Leone und wurde offiziell im Dezember 2003 gegründet. Die NRO hat drei Vollzeit-Stipendiaten, unterstützt durch ein größeres Netzwerk der „Freunde der Res Publica“ und ein Global Advisory Board. Ihr Sitz ist in New York. Die Organisation nimmt für sich in Anspruch, Avaaz „erfunden“ zu haben. Verfolgt man die Ursprünge von ResPublica, so finden sich im Hintergrund u. a.
    – Open Democracy, eine NRO, die gefördert wird vom währungskriminellen, vorbestraften Börsenspekulanten George Soros4, der Rockefeller Foundation, dem Rockefeller Brothers Fund, der Ford-Foundation, Atlantic Philantrophies, eine US-Stiftung, die „strategische Philantrophie“ übt und Politik in ihrem Sinne finanziell unterstützt
    – sowie die Open Society Foundations, ebenfalls ein Soros-Projekt.5
    – Weiterhin das Center for American Progress, ein politischer Denktank, welcher der Obama-Administration nahe steht,
    – das Open Society Institute (gehört zu Open Society Foundations) und
    – die International Crisis Group6, in deren Vorstand u. a. George Soros und Joschka Fischer sitzen; sie wird von Ölkonzernen wie Chevron und Shell beraten und von einem Mix aus US-Stiftungen, Milliardären und westlichen Regierungen finanziert. …”

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